Auf in den Sueden

Von Legazpi aus sollte es blitzschnell mit dem Flieger nach Cebu City, die Hauptstadt der Insel Cebu, gehen. Zwei Stunden nach geplanten Boarding sassen wir leider immernoch in der Abflughalle, die die Groesse eines Klassenzimmers hatte. Niemand hatte uns informiert was los war,
Abflugtafeln gab es auch nicht. Spaeter erfuhren wir, dass wir auf unser Flugzeug warten mussten, weil es wegen eines Taifuns auf Cebu nicht zu uns starten konnte. Somit haben wir unsere geplante Faehre nach Bohol nicht mehr erreicht und mussten unsere Plaene umstricken. Spontan haben wir also eine Nacht in Cebu City in einem ueberteuerten, Baygon-verseuchten Hotelzimmer verbracht. Auf das Fruehstueck haben wir gern verzichten, als wir gesehen haben, wie nachts 5 wirklich fette Ratten ueber Tische und Stuehle geklettert sind. Mehr oder weniger ausgeschlafen ging es um sieben mit dem “rough riders”-Bus fuer zwei Euro an den noerdlichsten Punkt der Insel. Die 3,5-stuendige Fahrt ging mit einem durchgeknallten Fahrer ueber Stock und Stein. Von dort aus brachte uns ein Auslgerboot nach Malapascua, eine 2,5 qkm grosse Insel mit traumhaften weissen Straenden. Schon auf der Fahrt kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Man konnte mehrere Meter tief ins kristallklare tuerkisblaue Wasser sehen. An Board war auch ein Kampfhahn, den Martin mit grosser Wahrscheinlichkeit am darauffolgenden Sonntag sterben sehen hat. Auf der Insel konnten wir endlich mal richtig entspannen und die Philippinen geniessen. Hier waren die Menschen super freundlich. Wo man hinkommt wird man(n) mit ” Hello Joe” begruesst. Das muss hier wohl die bezeichnung fuer den “weissen Mann” sein. Unser Quartier war eine schlichte Bambushuette mit 6 Stunden Strom und wie immer kaltem Wasser. Das heisst nachts ohne Ventilator schlafen. Die Insel haben wir in zwei Stunden zu Fuss umrundet und herrliche einsame weisse Sansstraende mit Kokosnusspalmen gefunden.

Da wir nicht genug von kleinen einsamen Inseln kriegen konnten, sind wir auch noch mit einem Boot nach Calangaman geschippert. Diese Insel ist so klein, dass man sie bei Google maps nicht mehr angezeigt bekommt. Sie besteht lediglich aus einer riesigen Sandbank mit umgebendem Riff und ein paar Palmen. Wohnen tut dort niemand. Schnorchelnd und mit Barbeque haben wir dort einen Tag im Paradies genossen.

Ueber Cebu ging es nach 4 Tagen weiter auf die naechste kleine Insel namens Bantayan. Eine typisch philippinische Faehre, von der schon ein paar durchgerostete Teile im Hafen lagen, brachte uns in 1,5 Stunden wackelig aber sicher ans Ziel. Auch dieses kleine Eiland begeisterte durch ueberfreundliche Menschen und schreiende Kinder, die einem bei Rollertouren ueber die Insel hinterherliefen und winkten. Die kleinsten Kinder koennen hier auf jeden Fall “Hello! Whats your name?” auf englisch sagen. Witzig fuer uns war, dass es in den kleinsten Stadtchen ueberall Basketballfelder gab, die auch gern mal einfach auf eine Strasse gebaut werden. Na dann:  Sport frei! Die weniger professionellen Koerbe standen windschief und verrottet in jeden “Vorgarten”. Eine Begegnung der seltenen Art hatten wir mit unseren Nachbarn, einer Gruppe Militaers, die uns zu einem netten Plausch ueber die Geschichte der Philippinen und die Bekaempfung des Kommunismus einluden. Ausschlafen war am naechsten morgen wie ueberall in Suedostasien nicht moeglich. Denn spätestens um 7 fängt die Nachbarsfrau lautstark ihre Karaoke an oder die Haehne krähen einen wach. Bei einem unserer Versuche ins Internet zu kommen viel nach 10  Minuten der Strom in der ganzen Stadt aus und wir mussten ernüchtert mit Kerze nach Hause tapsen.

Fotos von Cebu wie immer hier

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3 Responses to “Auf in den Sueden”

  1. pebels65 Says:

    Your pictures remind me Riviera Maya a lot!!! You should know that you are in the paradise right now…

    On the other hand, you have us: going to the sauna and then swimming in a frozen lake!! Almost the same… :P

    Take care, sweetie!!! :)

    Besitos!! :P

  2. Line Says:

    Sometimes I even miss the cold fresh air and running in my favourite forest… I will come back one day. :)

  3. rob Says:

    einfach fett

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